von John Strelecky: Eine meiner tiefgreifendsten Erkenntnisse zum Thema Heilung, die mich überdies am meisten stärkt, lautet: Die Definition, was „heilsam“ bedeutet, ist für jeden Menschen absolut individuell.

So kann es für eine Person entspannend und regenerierend sein, unter der prallen Sonne auf warmem Sand zu liegen. Für jemand anderen kann es schrecklich unbequem sein und zu einer allergischen Reaktion der Haut führen. Eine vierstündige Wanderung in einem Gebirgswald kann für den einen ein Erlebnis sein, das ihm große innere Ruhe und Entspannung schenkt, während die gleiche Wanderung jemand anderen ins Krankenhaus bringen kann, wenn er körperlich keine große Höhe verträgt.

Menschen mit einem bestimmten Körpertyp liefert der Verzehr von Rind- oder Hühnerfleisch wichtige Proteine. Anderen Leuten geht es dagegen mit einer rein vegetarischen Ernährung blendend, aber sie fühlen sich körperlich unwohl, wenn sie Fleisch essen.

All dies sind tatsächlich fantastische Nachrichten. Sie sind spektakulär und stärken uns!

Und zwar deshalb, weil sie uns die Flexibilität bieten, selbst zu definieren, wie ein Zustand positiver Gesundheit für uns persönlich aussieht. Daraufhin können wir unser Leben harmonisch darauf ausrichten. Gesund leben heißt, eine Wahl zu haben. Die Freiheit zu haben, uns für etwas zu entscheiden. Darüber hinaus geht es darum, uns bewusst zu machen, was uns guttut. Nicht etwa weil andere das so definiert haben, sondern weil wir es für uns selbst erkennen.

Stellen Sie sich nur einmal vor, wieviel Kraft uns das verleiht. Wir können uns selbst für die Dinge entscheiden, die heilsam für uns sind, die uns persönliches Wohlbefinden bescheren, die uns inspirieren und guttun. Wir werden nicht durch andere eingeschränkt oder zurückgehalten, sondern werden vielmehr durch unsere eigene Intuition und unsere Reaktionen zunehmend darin bestärkt.

Vor Kurzem habe ich ein Interview mit einem Spitzensportler gehört. Er beschrieb einen Prozess, bei dem er nach jeder Mahlzeit schriftlich festhielt, wie er sich fühlte. Im Laufe von ein paar Monaten fand er heraus, welche Nahrungsmittel ihm Energie schenkten und bei welchen das nicht der Fall war. So einfach war das Ganze.

Sein Ziel war, sich nicht mehr lethargisch, sondern energievoller zu fühlen. Das war zum einen aufgrund seiner sportlichen Karriere wichtig für ihn und zum anderen wollte er es auch gundsätzlich in seinem Leben erreichen. Also schrieb er Schritt für Schritt, Mahlzeit um Mahlzeit, Lebensmittel für Lebensmittel bewusst auf, was für ihn funktionierte und was nicht funktionierte.

Innerhalb von nur neunzig Tagen hatte er eine Liste der Lebensmittel erstellt, die ihm viel Energie verliehen. Und diese aß er nun.

Das klingt einfach, nicht wahr? Allerdings vielleicht etwas zeitintensiv. Aber es dürfte für jeden Menschen mit einem Notizblock und einem Stift umsetzbar sein.

Mich begeistert dieses Beispiel. Und was mich noch mehr begeistert, ist die Übertragung dieses Beispiels auf die anderen Lebensbereiche, die unsere Heilung und Gesundheit insgesamt beeinflussen. Schließlich haben nicht nur Lebensmittel einen Einfluss auf unseren emotionalen und physischen Zustand, sondern auch unsere Aktivitäten und Gedanken, unsere Umgebung sowie die Menschen in unserem Umfeld. All diese Dinge wirken sich darauf aus, wie wir uns fühlen.

In meinem Buch The Big Five for Life erläutere ich ein Konzept, demzufolge ein Mensch die fünf Dinge ermittelt, die er in seinem Leben am liebsten tun, sehen oder erleben möchte. Die fünf Dinge, die für ihn so wichtig sind, dass er – wenn er sie tut, sieht oder erlebt – das Gefühl hat, ein erfolgreiches Leben zu führen – da es seiner eigenen Definition von Erfolg entspricht. Oder anders ausgedrückt: Er hat das Gefühl, dass er durch seine Lebensgestaltung den eigenen Gesundheitszustand optimal fördert.

Genauso wie im obigen Beispiel, in dem der Spitzensportler seinem Körper einen möglichst großen Anteil an Nahrungsmitteln zuführt, die ihm eine gute Energie verleihen, geht es in diesem Fall darum, unser eigenes Leben mit einem möglichst großen Anteil von Momenten auszufüllen, die uns eine gute Energie vermitteln.

Und ebenso wie beim vorigen Beispiel können wir das durch einen Prozess erreichen, bei dem wir Dinge nach und nach ausprobieren und beobachten, welche Wirkung sie haben…

John P. Strelecky ist der Autor des Buches „Das Café am Rande der Welt“, welches in verschiedenen Ländern den ersten Platz auf den Bestsellerlisten erreichte. Zudem verfasste er die Buchreihe der Big Five for Life. Wenn Sie mehr über seine Bücher sowie darüber erfahren möchten, wie Sie Ihre Version eines fantastischen Lebens entdecken, können Sie die folgende Internetseite besuchen: www.jsandfriends.com

Die Fortsetzung dieses Artikels folgt in unserer nächsten Newsletterausgabe am 21. August 2020.