Ein Gespräch mit Marianne Pfefferkorn, Big Five for Life-Reisebegleiterin

Marianne, wie bist Du zu Big Five for Life gekommen?

Im Jahr 2012 hat ein damaliger Kunde der Firma, die mein Mann und ich gemeinsam betrieben hatten, mir das Buch „The Big Five for Life“ von John Strelecky in die Hand gedrückt mit den Worten „Dieses Buch wird Ihnen sicherlich nicht nur gefallen, sondern – so wie ich Sie bisher kennengelernt habe – Ihr Leben verändern.“ Ich erinnere mich genau daran, denn besagter Kunde hatte mich bereits bei unserem ersten Gespräch, als er mir als Interessent für ein Büro gegenübersaß mit seiner Frage verblüfft, warum genau er zu uns und unserem Unternehmen passen sollte. Was für eine großartige Frage, genau im Sinne eines Unternehmens, das nach Big Five for Life geführt wird. Dass Menschen als „Reisegefährten“ gemeinsam unterwegs sind, auch im Verhältnis Kunde – Dienstleister.

Er hatte übrigens recht, das Buch hat mich in seinen Bann gezogen. Die Vorstellung, dass jede(r) im Team nach seinen Stärken eingesetzt wird, dass ein Team selbstverantwortlich arbeitet, hat mich fasziniert. Nun stellte sich als nächster Schritt die Frage – „Wie finde ich nun meine Big Five for Life“?

Ich habe zuerst versucht, sie mit meinem Mann gemeinsam für uns selbst herauszufinden. Das hat im ersten Moment auch ganz gut geklappt, ich hatte meine fünf Ziele aufgeschrieben, doch nach kurzer Zeit habe ich gemerkt, dass von diesen Big Five kein Sog ausgegangen ist. Ich hatte zu keinem einzigen den unbändigen Wunsch, etwas dafür zu tun, meine Zeit dafür einzusetzen. Nun hätte natürlich das Buch in den Bücherschrank und die Idee ad acta legen können. Doch es hat mich nicht losgelassen.

Was meinst Du damit? Und was hast Du dann getan?

Nun, ich habe recherchiert zu dem Thema und habe entdeckt, dass es in meinem unmittelbaren Umfeld noch jemanden gibt, der sich mit Big Five for Life beschäftigt und der sogar bei John Strelecky direkt ein Seminar besucht hatte. Mit ihm habe ich mich zusammengesetzt und habe bei ihm dann mein erstes Discovery-Seminar besucht – was für ein Erlebnis! In den zwei Tagen gemeinsam mit anderen Teilnehmern im Discovery Prozess durfte ich erleben, dass  Big Five for Life nicht dem entsprechen, was man landläufig unter Zielen versteht. Die Big Five for Life haben eine andere Quelle. Wie Mama Gombe im Buch die „Safari des Lebens“ sagt: „Es gibt einen Ort in unserer Seele, in dem wir unsere größten Wünsche aufbewahren.“ Ich habe gelernt, dass die Big Five for Life am besten mit dem Wort „Herzenwünsche“ beschrieben werden, die aus einer anderen Ressource kommen als Ziele, nämlich aus dem Herzen. Und nach diesen zwei Tagen war der oben genannte „Sog“ da, ich habe meine tägliche wache Zeit mehr und mehr mit den Dingen verbracht, die zu meinen Herzenswünschen beigetragen haben.

Was bedeutet nun der „Discovery Prozess“? Was können wir uns darunter vorstellen?

Der Discovery Prozess wurde von John Strelecky entwickelt, um unsere Big Five for Life, die ja – frei nach Mama Gombe – in uns bereits tief drin da sind, zu entdecken. Sehr gerne verwendet John die Reisemetapher, wie begeben uns also auf eine Entdeckungsreise. Schritt für Schritt werden nähern wir uns in zwei Tagen unseren ganz persönlichen Herzenswünschen, unseren Träumen, unseren Sehnsüchten. Wünsche, die in meinem Fall lange geschlummert haben und wiederentdeckt werden durften.  Besonders faszinierend war für mich als Teilnehmerin die Erfahrung, diese beiden Tage mit einer Gruppe von Menschen zu erleben, die nicht nur gemeinsam auf der Reise waren, sondern einander auch immer wieder inspiriert und durchaus auch ermutigt haben.

Auch als Reisebegleiterin, die nun schon sechs Jahre lang Menschen beim Finden und Leben ihrer Big Five for Life begleiten darf, ist dieser Aspekt des Discovery Prozesses der wertvollste. Ihn gemeinsam mit anderen zu erleben. Mit Menschen, die einander in den meisten Fällen vorher nicht kannten, die jedoch in diesen Tagen in einer wertschätzenden und vertraulichen Umgebung zusammenwachsen und einander auch nach dem Seminar verbunden bleiben.

Wie sind Deine Erfahrungen? Welche Menschen buchen Eure Seminare?

Das ist eine sehr gute Frage. In den Discovery Prozess begeben sich Menschen jeden Alters, Frauen und Männer, die entweder etwas in ihrem Leben grundlegend ändern wollen, weil sie unzufrieden sind, oder die sich angesichts eines „eigentlich“ guten Lebens die Frage stellen, ob da nicht doch noch etwas schlummert. Ich kann mich sehr gut erinnern an unseren jüngsten Teilnehmer (ein Junge, 14 Jahre alt, der mit seiner Mutter das Seminar besucht hat) und auch an unsere älteste Teilnehmerin, Regina, 78 Jahre alt, aus Südtirol. Und egal welches Alter jemand hat, ob am Beginn seines selbst bestimmten Lebens, in der Mitte oder in fortgeschrittenerem Alter, das Entscheidende ist, dass der Wunsch da ist, mehr aus seinem Leben zu machen. Und – wie John Strelecky so trefflich sagt – „Wenn wir am Ende auf unser Leben zurückblicken finden wir die einzige Währung, die wirklich wichtig war. Nämlich jene Minuten unseres Lebens, die wir in Übereinstimmung mit unserem Herzen verbracht haben.»

Und von all den Herangehensweisen, die ich bisher kennengelernt hatte – auch im Rahmen meiner Coachingausbildung – begeistert mich der Discovery Prozess auch deshalb so sehr, weil er einfach ist, weil er funktioniert, und weil er absolut lebensnah und praktisch umsetzbar ist.

Das heißt, der Weg, den Du Menschen empfiehlst, die ihre Big Five for Life finden oder überprüfen wollen, ist der Besuch eines Discovery Seminars?

Hier kann ich tatsächlich aus meiner Erfahrung mit vollem Herzen „es kommt darauf an“ sagen. Es gibt immer wieder Menschen, die für sich selbst ihre Herzenswünsche formulieren und das wirklich stimmig ist. Den meisten Menschen hilft es jedoch sehr, wenn sie einen Blick von außen bekommen durch ihre „Reisegefährten“ im Seminar. Es geht uns ja wenn wir ehrlich sind oft so, dass wir ein bestimmtes Bild haben von uns und unserem Leben. Und wenn dann jemand Gleichgesinntes von außen dazu kommt und uns die Chance gibt, unseren Blickwinkel zu erweitern, dann hilft das ungemein. Wie schon zuvor erwähnt, aus den Seminaren entstehen sehr oft lang anhaltende Freundschaften. Diese Kontakte der Teilnehmer untereinander sind auch sehr hilfreich beim Umsetzen und Leben der Big Five for Life.

Hierfür bleiben auch wir von uns aus in Kontakt mit unseren Seminarteilnehmern und begleiten und unterstützen sie auch nach den gemeinsamen Tagen weiter.

Kannst Du beobachten, dass sich das Leben verändert, wenn jemand seine Big Five for Life lebt?

Ja. Wenn es Dir wirklich ernst ist damit, dass Du „der Entscheider Deines Lebens“ bist, dann wird sich Dein Leben verändern. Du wirst andere Prioritäten setzen, Du wirst Deine Lebenszeit bewusst einsetzen für die Dinge, die für Dich persönlich zu einem glücklichen und erfüllten Leben gehören. Und Du wirst, wenn Du Dich einmal auf diesen Weg begeben hast, im Wissen darüber was für Dich WERTvoll ist diesen Weg weitergehen. Du wirst, wenn Du ein authentisches Leben führst, unweigerlich auch ein glückliches, zufriedenes und erfolgreiches Leben führen. Lass mich zum Schluss noch einmal John Strelecky zitieren: „Erfolg bemisst sich nicht am Geld. Seine Währung sind vielmehr Minuten. Wieviel Prozent meines Lebens verbringe ich mit den Dingen, die ich tun möchte und zwar auf die Weise, wie ich es tun möchte? Das ist wahrer Erfolg.“

Vielen Dank für das Gespräch.

Auch ich bedanke mich.